Tapetenwechsel?
08.08.2012
» know-nothing-gesellschaft

Aus, Schluss, Pasta.

von Illbilly The K.I.T.T.  


Jetzt hat es mich wieder einmal erwischt. Ich erlebe gerade einen ziemlich uncharmanten Rückfall in Sachen Onanie. Der kommt bei mir in unregelmäßigen Schüben.

Bild: Illbilly_Keith_10.jpg


Quelle: The Gap 128


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Ich will – vor allem, um mir den Ernst der Lage nicht vor Augen führen zu müssen – nicht mit Zahlenmaterial herumschmeißen. Man würde es ohnehin nicht glauben. Außerdem kommt mir ein kleiner Selbstbetrug in dieser Hinsicht sehr gelegen. Nichts lässt einen besser normal weitermachen, als der Glaube, alles sei im grünen Bereich. Dass dieser Glaube auf ein gewissenhaftes Ignorieren einer akribisch geführten Spritz-Strichliste aufbaut, ist eine dieser bezaubernden Ironien, die nur der Alltag zu fabrizieren imstande ist. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass die Inspirationsquellen für meine Ausritte in Eigenliebebelangen aus den hintersten Winkeln meiner Erinnerung abgerufen werden. Ich befriedige mich also zurzeit vorwiegend unplugged, und somit ohne technische Hilfsmittel. Also kein Internet, elektrische Zahnbürste oder lustiges Spielzeug, das mir Firmen immer wieder zu Rezensionszwecken zukommen lassen.

Allerdings – so ehrlich muss ich jetzt auch noch sein – ganz unplugged war ich wirklich nicht unterwegs, denn mir fiel eine gut zehn Jahre alte Daten-CD in die Hände und da waren, neben unfertigen Seminararbeiten und halbgaren Referaten, so einiges an einschlägigem Bildmaterial bewegter Natur draufgebrannt. Wiedersehen macht auch in dieser Hinsicht Freude und es hat etwas von einem vorübergehenden Ankern in alten, lange nicht mehr angelaufenen Gestaden. Anders als bei Spielfilmen, in denen man auch noch nach dem fünften Mal Schauen neue Details zu erkennen glaubt und sich dann still darüber freut, weil man den eigentlich unnötigen Zeitaufwand gerechtfertigt sieht, sind bei Pornos aber eher keine neuen Handlungsfinessen zu entdecken.

Ein, zweimal hab ich mich vielleicht so Dinge gefragt wie, ob mir die komische Lampe mit dem Leopardenfellbezug schon damals aufgefallen ist – das war’s dann aber auch schon fast. Fast, denn ich kam auch nicht drum herum mich zu fragen, ob die Filmchen Schuld daran trugen, dass meine angefangenen Seminararbeiten und Referate nie fertig wurden. Die Themen waren nämlich recht knackig und eigentlich schon weit fortgeschritten ausgearbeitet.

 

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