eine elegische art rock
Die Chorknaben von Grizzly Bear spielten am Montag, 16.11., vor ausverkauftem WUK. Nikolaus Ostermann hielt auf die Kamera drauf. Wie auch auf die Vorband St.Vincent.
Eigentlich eine Schande, dass bei all dem Jubel und Trubel um die Hauptband ihr Support St. Vincent - zumindest medial - etwas unterging. Dabei hätte sie es sich verdient. Es war der erste Österreich-Auftritt der mittlerweile in Brooklyn, NY beheimateten St. Vincent und dieser Rahmen, ein Grizzly Bear-goutierendes und dementsprechend potentiell interessiertes – Publikum, dafür sicher kein Fehler.
Die Songwriterin und Multi-Instrumentalistin bedankte sich für den nach jeder Nummer größer werdenden Applaus – nicht nur Zurückzuführen auf das konzertgesetzgemäße langsame Füllen des Saales während der Vorband wohlgemerkt – mit einer zauberhaften Darbietung, die ihr Ende in einem Duett mit Grizzly Bear Daniel Rossen fand.
Ein Stück weiter im Lehrfach Musikalische Legendenbildung ist das ehemalige Soloprojekt von Ed Droste (heute mit Gitarre, Keyboard und Gesang beschäftigt), die hoch gelobten Grizzly Bear. Von Radiohead über Paul Simon bis Beyonce, alle lieben sie.
An diesem Abend aber wollte der (Live-)Funke nicht so richtig ĂĽberspringen, obwohl sich das versammelte Auditorium durchaus bewusst war, eine der musikalisch besten Bands der Gegenwart vor sich zu haben. Es war kein Ăśber-Konzert, wenn auch von vielen erhofft oder erwartet wurde, traurig nach Hause gehen musste aber im Endeffekt niemand.



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