Tapetenwechsel?
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review - musik - album

System - B

System - B

Bewertung

Redaktion: *****

Autor: Johannes Piller

Erschienen bei: Rump Recordings



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System schreiben die Formel Dub neu und setzen damit eine Gleichung ans Tageslicht, bei der man sich fragt, warum diese nicht schon früher geschrieben wurde.


Der Gewinner des ungoogelbarsten Albums des Jahres steht fest und kommt von einem dänischen Trio namens System. “B“ nennt sich ihre zweite Langspielplatte, die sie acht Jahre nach ihrem Debüt auf Scape und nach fünf Jahren Arbeit daran veröffentlichen. Düster klingt es von Beginn an, aber nicht furchteinflößend wie der schwarze Mann. Thomas Knak (aka Opiate), Anders Remmer (aka Dub Tractor) und Jesper Skaaning (aka Acustic) besinnen sich zurück auf die Anfänge des Dub, sowohl diesen aus den 1970er Jahren, als auch auf Burial. Dieser hat 2005 Dubstep aufs Tapet gerufen und fungiert zugleich als einer der gemeinsamen Nenner von System. Die neun Stücke zeichnen musikalische Bilder aus Electronic und Dub samt gebrochener Beatstrukturen und Space-Echo. Kühl wirkt ihre Brise und zugleich warm eingepackt in einem Lodenmantel aus Subbässen. Das analoge Rauschen wird nicht simuliert, sondern stammt aus den Hardware Maschinen, aus denen “B“ seine Unverkennbarkeit generiert. System stoßen hier eine Tür auf, die – ist man mal durch sie hindurchgetreten – nie mehr schließen will.

(8/10)




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