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Standard Fare - Out of Sight, Out of Town

Standard Fare - Out of Sight, Out of Town

Bewertung

Redaktion: ***/2**

Autor: Juliane Fischer

Erschienen bei: Melodic Records



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Obertourig und aufgekratzt kurven Standard Fare durch Sheffield. Eigentlich wären sie wohl gern noch 15 und Fun-Punks an der amerikanischen Westküste.


In Sheffield zu wohnen, macht eine Band noch nicht zu den Artic Monkeys. Schon gar nicht, wenn deren Blütezeit eigentlich schon mehr vorüber und man die Stahlstadt noch nicht recht gewohnt ist. Aus den unterschiedlichsten Ecken des Vereinigten Königreichs fand sich das Trio Standard Fare hier ein. Musikalisch sind sie allesamt noch in den Anfängen des neuen Jahrtausends verankert. Dass die Gitarre einfallslos auf Britpop gestimmt ist, wäre noch zu verkraften, nur das Schlagzeug sagt: “Ruckizucki, wir machen jetzt einen Schulausflüge an die amerikanische Westküste. Wir sind Blink 182 oder irgendeine andere Fun-Punk-Band, nur noch viel besser und im Ska-Tempo!” irritiert im Jahr 2012.

Das Fehlen von jugendlicher Energie und ausgemergelte Songlänge kann man dem Dreier jedenfalls nicht nachsagen. Gepresst wie der Rhythmus ist auch Bassistin Emmas Stimme. Vielleicht macht aber gerade das, was klingt wie ein halbstarker 14-jähriger Zeitungsjunge mit Schiebermütze aus Oliver Twist die Durchdringlichkeit und das Alleinstellungsmerkmal aus. Dass die kurzen Stückchen oftmals wie rohe Aufnahmen wirken, könnte als lobenswerte Eigenschaft hervorgehoben werden, wären neben ein paar genussvollen Momenten nicht die klangliche Starre, die Emotionalität vermissen lässt. Standard Fare, kommt auf die Twee-Pop-Seite, wir haben zeitgemäße Indie-Töne und alles ist ein bisschen weniger gehetzt, stattdessen authentisch beschwingt. Fragt bei Slow Club nach, die sind auch in Sheffield.

(5/10)




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