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Richard Yates - Ruhestörung
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Wie sein britischer Kollege Malcolm Lowry war auch der 1992 verstorbene US-Autor zeitlebens vom Literaturbetrieb missachtet worden und alkoholkrank, wie er schrieb auch Yates brillante Portraits von Männern, die an der Identitätssuche scheitern.
Vierzehn Jahre nach „Zeiten des Aufruhrs“ – 2007 mit DiCaprio und Winslet verfilmt – erschien 1975 sein Roman „Disturbing the Peace“: Der erfolgreiche Anzeigenverkäufer Wilder rastet nach einer schlaflos-spirituosenvollen Woche aus und wird von einem Freund (und späterem Gatten seiner Frau) in die Psychiatrie eingeliefert. Diese von Yates ohne Verklärung wie Übertreibung geschilderten Erfahrungen bringt Wilder zu Buch, um es dank einer Geliebten in Hollywood zur Verfilmung anzubieten. Doch erneut scheitert er an der zynischen Funktionalität des amerikanischen Traumgetriebes, säuft trotz Psychopharmaka und verliert nach der Familie sich selbst in Halluzinationen. Ein bestechender Roman als düsterer Existenzkampf und Gesellschaftsfatalismus in Tropfenform.
(9/10)
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