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Leo Zero - Disconnect

Leo Zero - Disconnect

Bewertung

Redaktion: ****/2*

Autor: Michael Ortner

Erschienen bei: Strut/Hoanzl



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Aus neu mach alt. Leo Zero mixt auf „Disconnect” was das Zeug hält und verzichtet bei trockenen Beats auf Alters- oder Genregrenzen.

 


Leo Zero, das Alias von Christopher Leo Elstob, klingt wie der Name eines Marvel-Helden und eröffnet die neue DJ-Mix-Reihe von Strut, der kleinen Labeltochter von K7. Auf „Disconnect” sollen zukünftig namhafte DJs die „dunkle Seite” ihrer Plattensammlung durchwühlen, um ungeahnte Tanzflächenkracher zu finden – in der Praxis heißt das B-Seiten durchhören. Leo Zero, der seit Mitte der 1990er aktiv als DJ und Produzent unterwegs ist, zeichnet sich vor allem durch sein Remix-Handwerk aus und durfte so schon N.E.R.D und Lou Reed verfeinern. Sein eklektischer Geschmack zieht sich wie ein roter Faden durch seinen 77-minütigen Mix, der esoterische Subgenres verbindet, die man nicht auf einem DJ-Mix erwarten würde: Afropop, Reggae, Krautrock, Italo Disco und Post-Punk. Den Beginn machen Desmond & The Tutus mit südafrikanischem Kwela, der nahtlos in die Disco-Nummer „Sore Lip” mündet. Das Besondere an der Trackauswahl ist ihr zeitlicher Ursprung: Obwohl die meisten Stücke aus der jüngeren (1990er) und jüngsten (2010) Vergangenheit stammen, klingt alles wie von 1977.

(7/10)




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