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Günter Neuwirt - Fichtes Telefon
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Aus dem steirischen Stainz in der Steiermark kennt man einiges: Das Jagdmuseum, die Stainzer Milchprodukte mit der blauen Muhkuh oben drauf, Wein-Spezialist und Literatur-Veteran Reinhard P. Gruber und natürlich den Schilcher-Wein, einem ziemlich edlen und mitunter auch verrückt machenden Tropfen.
Seit geraumer Zeit darf sich Stainz auch mit dem ambitionierten Kleinverlag Edition Buche schmücken. Das Aushängeschild ist Günter Neuwirth, ein Krimi-Autor, der nun Wolfgang Hoffmann seinen zweiten Fall beschert: Diebinnen in München, ein toter Skispringer in Wien, ein Geldpaket, das alle jagen und um alles herum ermittelt der Wiener Kripo-Bulle Hoffmann. So locker der Krimi auch geschrieben sein mag, so anstrengend muss es gewesen sein, diese vielen Handlungsstränge unter einem Hut zu bringen. Ein bisschen spürt man das, so wird gelegentlich zu viel erklärt. Aber ich mag den Herrn Hoffmann, der ist ein anständiger Kipf, so wie ihn sich die Krimileser wünschen. Günter Neuwirth plant bereits den dritten Fall. Da wünsch ich mir was: Der Bulle sollte aufs Land gehen, dort wohnt Neuwirth mittlerweile auch. Stainz ist noch nicht totgeschrieben und einen Schilcher-Krimi gibt’s meines Erachtens auch noch nicht.
(7/10)
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