review - comic
Grant Morrison, Sean Murphy - Joe The Barbarian
social widgets
Morrison zu lesen und verstehen dürfte eine zutiefst spirituelle Erfahrung sein. Andernfalls ist es schwer verständlich, warum so viele eifrige Fans jeder einzelnen Zeile Grant Morrisons überall hin folgen.
Natürlich kann es auch einfach so sein, dass Grant Morrison ein fantastischer Autor ist, der seinen Gimmick (sprich: Was ist die Beschaffenheit der Realität?) auf vielfältigste Art und Weise in unterschiedlichste, jedoch immer unterhaltsame Geschichten weben kann. Neuester Streich: der Anfang der achtteiligen Serie „Joe The Barbarian“. Vom beinahe schon lächerlich übertalentierten visuellen Genie Sean Murphys unterstützt lernen wir Joe Manson kennen. Zuckerkrank, Außenseiter, Einzelkind, Halbwaise. Und am Ende von #1 hat Joe vergessen, seine Medikamente einzunehmen und halluziniert – eine Sequenz, in der Sean Murphys faszinierend ambivalente Linienarbeit (von Dave Stewart in leuchtende Farben gehüllt) spielerisch zwischen Leichtigkeit und Schwere oszilliert. Aber es wäre nicht Morrison, wenn es dabei bliebe. Es fehlen noch sieben Teile, um das Bild vollständig zu machen, doch schon nach dem ersten Teil, in dem Morrison in aller Ruhe und mit Weitblick Protagonist und Motiv etabliert hat, ist es schier unmöglich einen weiteren Monat auf den nächsten Teil dieser Reise zu warten.
(10/10)
kommentare
oder auch via facebook
Top Reviews letztens
01. Wie kommt das Salz in das Meer - Review Buch: Brigitte Schwaiger
02. Tiny Little Widgets - Review Musik: Martin Eyerer
03. Nervöse Welt - Review Musik: The Who The What The Yeah
04. What A Fine Mess We Made - Review Musik: Various Artists
05. Rising - Review Musik: From Dawn To Fall



Retour
Kommentar abgeben mit deinem thegap.at-Account