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Amalia - Art Slave

Amalia - Art Slave

Bewertung

Redaktion: ****/2*

Autor: Klaus Buchholz

Erschienen bei: Tokyo Dawn



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New Jack Swing ist zurück! Für Sängerin Amalia und Produzenten Opolopo scheint der Electro-Funk-Kram gar nicht erst weg gewesen zu sein.


Auf die 80er folgen die 90er, da macht auch der Funk keine Ausnahme, schon gar nicht, wenn aufgepeppte Revival-Sounds zu entzückenden Untoten werden. Die kanadische Sängerin Amalia und der schwedische Produzent Opolopo haben sich zusammengetan, um Electric Boogie und New Jack Swing gemeinsam aufleben zu lassen. Doch ihr Album ist mehr als nur Schmalz-Hommage geworden. Fiebrige Floorfiller und brutzelnde Basslines bestimmen zwar das erste Drittel dieser Platte. Doch spätestens der Song „All The Funk I Need“, mit seinem schleichenden Electro-Funk, bringt dann die Abwechslung, die nach sechs unermüdlichen Tanznummern nötig wird. Durchwegs souverän stellt Amalia ihr wandlungsfähiges Organ unter Beweis, während Opolopo mit den Dancefloor-Bezugssystemen spielt. Ihr und ihrem Produzenten geht es ganz offenbar nicht um Retro-Kitsch, so gelungen sie den hier auch beherrschen, sondern um nonchalante Referenzen, die Funk vielmehr gegenwärtig begründen. Von dort aus passiert dann etwa zähflüssiger R’n’B wie bei „Stop Please“, blubbernder Soul-Wonky wie bei „Psychoanalyze“ oder Space-HipHop wie bei Zebra Butt-A-Fly (ganz zu schweigen von den letzten drei Remix-Stücken). In Summe schafft „Art Slave“ schließlich locker den Spagat in die Jetztzeit, auch wenn der Schwulst der Vergangenheit das anfangs noch zu erschweren scheint.

(7/10)




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