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Alban Lefranc - Angriff
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Filigrane Seele, Genialität, Drogen, früher Tod
Am Beginn dieser R. W. Fassbinder, Bernward Vesper und Nico gemeinen Lebenslinien stand die intervenierende Variable NS-Erbe, die Lefranc in allen drei biografischen Kurzromanen zerlegt. Der Wirtschaftswunder-BRD mit ihrer Autoritätsrestaurierung galten die primären Angriffe des hyperaktiven Regisseurs Fassbinder. Dessen Attacken entmystifiziert der 33-jährige französische Autor im direkten Ansprechen dieser fleischgewordenen Zumutung, wie er dessen brennende Psyche bildlich schärft. Die ungleiche Beziehung zwischen dem Verleger Vesper, Sohn eines prominenten NS-Dichters, und Gudrun Ensslin schneidet Lefranc mit jener (a-)„sozialen“, einer von Wahn bestimmten RAF gegen. Trauerzärtlich hingegen gerät dem Wutformen verdichtenden Autor die Schilderung von Nicos Verglühen am Göttinnenhimmel der Melancholie. Eine sprachfuriose Trilogie avancierter Existenzen!
(9/10)
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