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A Life, A Song, A Cigarette - Black Air
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Kein Zweifel, Ken Stringfellow muss schon ein fähiger Produzent sein, wenn er sogar an R.E.M.-Songs Hand anlegen darf. Dass er dadurch zwangsläufig im Stande sein muss, jeder Band ihr gesamtes Potenzial zu entlocken, darf allerdings bezweifelt werden. Auf „Black Air“ ist nämlich sogar eher das Gegenteil der Fall. Hier wird produktionstechnisch ordentlich nivelliert, anstatt Ecken und Kanten zuzulassen und lieber auf Nummer sicher gegangen, als richtige Intensität zu forcieren. „Black Air“ ist dadurch vorrangig leider „nur“ ein nettes Indie-Pop-Album geworden. Auch der böse Vergleich mit dem berühmten Ein-Mann-Band-Projekt aus Omaha, Nebraska ist eigentlich hier nur mehr bedingt zulässig. Zu positiv ist die Grundstimmung des Albums, zu sehr wird hier auf eingängige Indie-Pop-Melodien Wert gelegt als auf direkte, unverblümte Emotionalität. Ob dieser Gute-Laune-Ansatz (Stephan Stanzels Gesang klingt teilweise allzu bemüht positiv) der Musik eine notwendige Facette hinzufügt, soll jeder für sich selbst entscheiden. Dem Eindruck, dass die tiefer gehenden, melancholischeren Songs im Stile von „Down“, „Black Air“ oder „Fever“ (ein wunderbares Duett mit Marilies Jagsch) die Highlights des Albums sind, kann man sich allerdings schwer erwehren. Bleibt die Hoffnung, dass sich diese erfolgreiche österreichische Band in Zukunft ihrer Stärken besinnt und wieder nach dem etwas dunkleren, intensiveren Gefühls-Zugang strebt. Den hätten sie nämlich ohne Zweifel wirklich gut drauf.
(7/10)
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