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Bully: Scholarship Edition
Im College-Sandkasten hat man massig Bewegungsfreiheit: der Problemjugendliche Billy Hopkins landet in der berüchtigten Bullworth Academy - es ist sein Last Resort. Hier muss er sich gegen die beinharte Pausenhof-Hackordnung beweisen: als Spieler steuert man den bulligen Burschen mit Kurzhaarfrisur und in Casual-Klamotten via Nunchuk über das (sich im Spielverlauf erst vollständig erschließende) Gelände. Kommunikation ist Pflicht: über die Richtungstasten des Steuerkreuzes bestimmt man, ob man das Gegenüber freundlich grüßt, anpöbelt oder im gleich eins in die Fresse schlägt. Je länger man Hopkins durch seine Schultage lenkt, umso versierter wird der Knabe. Ähnlich wie in einem Rollenspiel, erwirbt man sich durch die Absolvierung verschiedener Leistungen neue Fähigkeiten. So hat man die Möglichkeit, an verschiedenen Unterrichtsfächern teilzunehmen: besteht man den Englisch-Grundkurs, steigt die Artikulationsfähigkeit, erweist man sich in der Kunstklasse als musisch talentiert, hat man mehr Glück im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Der holden Zahnspangenträgerin darf man dann etwa eine Pralinenschachtel (die man sich freilich mit erprügeltem Geld gekauft hat) überreichen: fühlt sie sich komplimentiert, bekommt man einen Kuss, der die Lebensanzeige wieder auffüllt. Entwickelt wurde die RPG-Sim von Rockstar Vancouver: die vorliegende „Scholarship Edition“ gibt’s für Wii und XBox360 und hat im Vergleich mit der PS2-Version in Umfang und Ausführung ordentlich zugelegt. Eine große Empfehlung.
(8/10)
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