A Camp - Colonia (Reveal/Rough Trade)
Bei dem Song „Bear on the Beach“ kann man Vögel zwitschern hören.




von Robert Penz
Bei dem Song „Bear on the Beach“ kann man Vögel zwitschern hören.




von Robert Penz
Folk- und countryverliebte Hörnerven werden mit The Acorn kaum an Grenzen stoßen. Eine absolut breite, aber gleichzeitig einwandfrei klassische Instrumentalisierung verbiegt sich zur Freude der Herbst-Fanaten zu experimenteller Melancholie und Langatmigkeit. Erst treibend, dann wieder schleppend aber fröhlich, zu schnell und traurig. Ein artiger Ausflug durch ein Gestrüpp aus internationaler Folkore und akustischem Indie-Rock, nur dieses Mal direkt aus Kanada.




von Robert Pawliczek
Wer etwas für Kölner Elektronik übrig hat, kennt Michaela Dippel, besser bekannt als Ada, sicher schon lange. Avancierte sie doch mit ihrem, nicht nur von /Pitchfork/ heiß geliebten Album „Blondie“ 2004 zum Liebkind der weltweiten Techno-Gemeinde.
Antony Williams aka Addison Groove schickt sich an der nächste UK Bass-Prinz zu werden. Auf seinem Debut-Album schmiegen sich schmeichlerische Synth-Chords an dystopische Säbelzahn-Beats und Chicago-Breaks fetten funky Broken Bass auf. Schweinische Vocals gibt es auch - Work that motherfucker!
In der Verknüpfung von treibendem Bass und vielschichtigem Noise sticht Additiv direkt auf die Eingeweide deines Soundsystems ein.




von Michael Aniser
In gekünstelt modernistischen Zeiten der Plastik-Kultur sind Kontrapunkte nötig.
Zwölf Personen werden in einen Autocrash in bzw. einen LKW-Unfall vor einem Tunnel verwickelt; die Notrufsäulen sind defekt, Hilfskräfte blockiert.




von Roland Steiner
Die Rückkehr der guten alten Soul-Röhre - Alabama Shakes aus Athens, Georgia, mit Sängerin Brittany Howard sind prädestiniert dafür, groß zu werden. Ihr Debütalbum macht alles richtig.




von Rainer Krispel
Soundfragmente, undefinierbare Geräusche, ein Klavier. So könnte man die zweite Platte der Dänen ungefähr beschreiben.
Der titelgebende Turm ist Teil des Wiener AKH, in das Victor Flenner nach einem suizidal anmutenden, von toxischer Alkoholisierung begleiteten Sturz durchs Treppenhaus eingeliefert wurde. Der Schriftsteller wird Monate in ihm verbringen, erst auf der Intensivstation zur Behandlung seiner Schädel- und anderen Brüche, dann in psychiatrischen Abteilungen, wo er sich widerwillig helfen lässt.




von Roland Steiner
Nimm eine Putzwutfrustmutti, einen kaum vorhandenen, weil so in-the-closet Papa, ein betragensschwaches, kluges Mädchen sowie eine hübschbrave, etwas einfach gestrickte Schwester – schon hast du die Keimzelle aller Neurosen, die scheinheile Familie.
Wenn sich alte Journalisten-Säcke die Finger über eine junge Band mit Listen von rockhistorischen Referenzen wundschreiben, ist Vorsicht geboten. Wenn drei Musiker der Referenzhölle geschickt ausweichen, ist Hinhören angesagt. All The Saints führen Noise, Psychedelia und Rock der härteren Gangart nicht im Zitieren zusammen, sondern in der Verzerrung soliden Songmaterials.




von Werner Reiter
Als Tochter belgischer Diplomaten verbrachte die Autorin ihre Kindheit und Jugend in Japan, China, New York und Burma. Diese Zeit fasst Nothomb in dem Buch „Biografie des Hungers“ zusammen, einem Buch, das sich in all seinem Umfang einem einzigen Zustand widmet, dem Hunger.




von Vanja Rusnov
In einer Kleinstadt an den Ausläufern des Piemont läuft das Leben wie geschmiert. Die Wirtschaft boomt, die Menschen sind zufrieden – außer Rino, Quattro und Danilo, drei arbeitslose, ehemalige Bauarbeiter sowie Rinos Sohn Christiano.




von Martin G. Wanko
Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend




von Roland Steiner
München kann sehr vergnüglich sein, vor allem wenn man in einem Biergarten sitzt, oder dem FC Bayern zuschaut. Friedrich Anis preisgekrönte Romane sind genau die Antithese zu diesem beschaulichen Bild.




von Martin G. Wanko