Jaill - That’s How We Burn (Sub Pop)
Vier Durchschnittstypen beim unaufgeregten Versuch, nicht aufzufallen. Bei den Beachboys vom Michigansee spielt der fehlende Charakter eine Nebenrolle.




von Juliane Fischer
Vier Durchschnittstypen beim unaufgeregten Versuch, nicht aufzufallen. Bei den Beachboys vom Michigansee spielt der fehlende Charakter eine Nebenrolle.




von Juliane Fischer
Eine sanft verbitterte LP tappt in selbst gelegte Fallen. Der britophile Power-Pop war schon explosiver, potentielle Brillanz zu stark gezäumt.
Dem Immobilienerben Robert Durst wurden seit 1982 das Verschwinden seiner Ehefrau, sowie zwei Morde zur Last gelegt. Die Fälle wurden nie gänzlich aufgeklärt und bilden die interessante Vorlage zu »All Beauty Must Die«.




von Volker Müller
Kümmert es noch jemanden, was die einstigen Antipoden von Nirvana heute so machen? Nein?
Das französische Rock-Duo verzichtet vollkommen auf Synthesizer. Gut so, aber wen kümmert das?
Die erste von zwei EPs, die sich die Band um Tim Booth für heuer vorgenommen hat, knüpft musikalisch an ihre großen Erfolge der 90er Jahre an.
Die Indie-Saurier der 80er Jahre schaffen es nach zwischenzeitlicher Schaffenspause ohne Retro-Pin am Revers mit alternativem Synthie-Rock zu punkten.
Mit fünf Langspielfilmen (nebst über 30 Kurzfilmen, Videos und Installationen) hat der thailändische Jung-Regisseur Apichatpong Weerasethakul seit dem Jahr 2000 die Leinwand verzaubert.




von Dominique Gromes
Es ist Markttag. Der jüdische Teppichknüpfer Mendelmann muss an diesem Morgen aufbrechen und wird von diffusen Ängsten und dunklen Vorahnungen begleitet.
Es ist Markttag. Der jüdische Teppichknüpfer Mendelmann muss an diesem Morgen aufbrechen und wird von diffusen Ängsten und dunklen Vorahnungen begleitet. Seine Frau ist schwanger. Wird er in der Lage sein, das Kind zu ernähren? Was, wenn ihm oder seiner Frau etwas zustößt?
Jay Kay schüttelt Eingängiges aus dem Ärmel, spielt mit der Discokugel und holt die Hörerschaft aus der Evergreen-Bar. Die Zeit steht still.




von Robert Penz
Boys Noize´ neuestes Ziehkind möchte es scheinbar alten Hasen und jungen Banger-Kids recht machen. Leider doppelte Fehlanzeige.




von Kevin Reiterer
Back in the USSR? Genre-Bands brauchen einen Shtick, wenn sie nicht durch besonders gelungenes Songwritertum auffallen (wollen).




von Jörg Pacher
„Ach, ich geh wohl besser ins Wasser... Ein Jammer, dass ich so gut schwimmen kann.“ Die weltberühmten „Mumins“ von Tove Jansson sind nun in ihrer Comic-Adaption aus den 50er Jahren erstmals in deutscher Sprache erschienen.
Sie sind weder Japaner, noch machen sie Pop, noch sind sie Stars: The Japanese Popstars bescheren ein Elektro-Album mit allerhand bekannter Stimmen.
Alles rund um diese Punkrocker ist interessanter als ihre Songs. Williamsburg, eine 84-Stunden-Performance, Madonna, Gelitin, Spank Rock – huch? Musik: Eh.
Die Idee von rund 30 Jahre altem Reggae – die Zeit des Wechsels von Ska zu neuen Begriffen und damit Stilen – wurde hier als musikalische Umgebung gewählt, um der frech-souligen Stimme von Jaqee ein lebendiges Umfeld zu bieten.




von Richard Schwarz