
46 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich laut einer vom Standard in Auftrag gegebenen Market-Umfrage eine Alternative zu Heinz Fischer und Barbara Rosenkranz für die anstehende Bundespräsidentenwahl. Bittesehr! Einmal würd's doch noch gehen: Schon bei der Bundespräsidentenwahl 1998 hatte sich Richard "Mighty Mörtel" Lugner ins Rennen um das Büro in der Hofburg gestürzt und 9,9% Prozent der Stimmen bekommen. Das heißt: 413.066 Wahlberechtigte haben damals ihr Kreuzerl für Lugner gemacht. Angesichts des derzeitigen Trauerspiels (die OSZE plant die Entsendung von internationalen Wahlbeobachtern, die vor allem die Arbeit der Wahlbehörden, die Medienberichterstattung, die Kandidatenregistrierung und den Wahlkampf prüfen sollen) stellt sich die Frage, was schlimmer ist: 413.066 Menschen, denen durch Reality-Soaps im Privat-TV scheinbar jeglicher Bezug zur Realität abhanden gekommen ist oder eine Frau, die an trauriger Skurrilität nicht mehr zu übertreffen ist?













