Tapetenwechsel?
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twitter-stimmungen einer nation
Johannes Piller
Bild: Bildschirmfoto_2010-07-28_um_10.55.12.jpg

Infografiken können oft fade und banal sein. Das wissen Statistiker, Soziologen und alle anderen Zahlenmenschen zu gut. Und Twitter hat auch noch nicht alle so gepackt wie Facebook oder Myspace das davor tat. Warum auch? Posten die meisten doch nur ihre Befindlichkeiten. Zwei amerikanische Universitäten haben nun eine Studie veröffentlicht, in der die Stimmungen der Tweets über einen Zeitraum von drei Jahren (2006 bis 2009) gemessen wurden. Das Sample betrag 300 Millionen derartiger Statusmeldungen und die „Happiness“ wurde auf einer achtstufigen Skala gemessen. Danach haben sich die Forscher die Mühe gemacht und die ausgewerteten Daten auf die Landkarte der Vereinigten Staaten transformiert, mit einer Zeitachse versehen und die Anzahl der Tweets samt deren durchschnittliche Stimmung auf die einzelnen Bundesstaaten übertragen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Während in den „Sonnenstaaten“ Kalifornien und Florida das eigene Befinden durchwegs positiv ist, grummelt der Ami in Mittelamerika stets schlecht gelaunt herum. Aber auch im Big Apple gibt es wenig erfreuliches; geben wir mal der Finanzkrise die Schuld oder twittern fröhliche Gemüter einfach prinzipiell weniger, als die Jungs von der Wallstreet? Interessant wäre auch eine solche Applikation für den gesamten Globus: So könnte zum ersten Mal die weltweite Grundstimmung gemessen werden. Die Frage, die sich dann noch stellt: Sind Personen ohne Internetzugang und Twitter-Zugang von Grund aus glücklicher, da sie sich ihren realen Menschen mitteilen können?

 

Johannes Piller am 27.07.2010 um 12:50 | Permalink

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