Manchmal hat ein gedrucktes Magazin eindeutig Nachteile gegenüber der digitalen Zweitheimat. Ein Punkt wär da etwa das leidige Platzproblem. Wenn wir nämlich für unsrer geliebten Rubrik persönlicher Charts halbe Romane geliefert bekommen, musste man vor Jahrzehnten noch abwinken. Zum Lesen und Nachschlagen kann man das Ganze heute auf The Gapsite verfrachten. Wie im Fall von Erwin Uhrmann, der sich offenbar einige Mühe gemacht hat.
Top 10 Sätze aus Büchern zum Lesen und Nachschlagen
„Meistens sind die Menschen, sogar Bösewichte, wesentlich naiver und einfältiger, als wir annehmen..“
Aus: Fjodor Dostojewskij, Die Brüder Karamasow, Fischer, 2007, S. 19
„Je eher ich gehe, desto eher bin ich wieder da, und dann haben wir ein Feuer und du hast keine Angst mehr.“
Aus: Cormac McCarthy, Die Straße, Rowohlt, 2008, S. 67
„Am Morgen jenes sonderbaren Tages erwachte ich mit dem Gefühl, es müsse Winter sein.“
Aus: Hannelore Valencak, Das Fenster zum Sommer, Residenz Verlag, 2006
„Ich hob einen Stein auf, und der Stein in meiner Hand war schwarz und schwer, undurchdiringlich für den Blick, wie ein Klumpen Nacht.“
Aus: Curzio Malaparte, Die Haut, Fischer, 2008, S. 188
„Eines Tages wird etwas geschehen, und sie werden Partei ergreifen.“
Aus: Graham Greene, Der stille Amerikaner, Rowohlt, 1963, S. 137
„Das Fabelhafte daran ist, dass man keine Schmerzen hat“, sagte er, „daran merkt man, dass es anfängt.“
Aus: Ernest Hemingway, Schnee auf dem Kilimandscharo, Rowohlt, 1961, S. 87
„Aber ihr Gesicht wirkte erleichtert und zufrieden: Die Miene eines Menschen, der gerade etwas vollendet hat, ein schreckliches Meisterwerk; es war ein Gesicht wie zugeklappte Lehrbücher, wie verriegelte Türen, wie gelöschte Lichter, oder aber, wie nach einer Verbeugung, mitten im schwirrenden Applaus, wenn die schweren roten Vorhänge sich schlossen.“
Aus: Marisha Pessl, Die Alltägliche Physik Des Unglücks
„Gatsby glaubte an das grüne Licht, an die rauschende Zukunft, die Jahr um Jahr vor uns zurückweicht.“
Der große Gatsby, Diogenes, 1974, S. 189
„Denn die Literatenkaffehäuser haben eine tödliche Wirkung auf den Schriftsteller, das ist die Wahrheit.“
Aus: Thomas Bernhard, Wittgensteins Neffe, Suhrkamp, 1982, S. 141
„Humans, as it turns out, cannot hibernate.“
Aus: Bill Streever, Cold; Little, Brown & Company, 2009, S. 78