Tapetenwechsel?
RSS 2.0
tocos im comicfieber
Stefan Niederwieser
Bild: Picture_3_06.jpg

Tocotronic erweisen sich als wahre Entenhausen-Connaisseure: vor ein paar Tagen unterhielten sie sich ausführlich über die Welt von Donald, Supergoof, den Dandy Gustav Gans, Primus von Quack, die Panzerknacker als Punkband, usw. Das ganze Interview mit dem Tocotronic-Urtrio Jan, Dirk und Arne gibt es hier zum Nachlesen.

 

Stefan Niederwieser am 30.01.2010 um 20:50 | Permalink

kommentare
redaktionsticker
Stefan Niederwieser
Bild: Picture_1_17.jpg

Charmante Erklärung dafür, warum sich Menschen bis zum Koma vollaufen lassen: "the power to forget. but most of all: the absence of any memory or sense of death". Herausgezogen aus "Mondo Cane", einem Genre-bildenden Film aus Italien. Noch so ein Feld, in dem Tarantino jagen könnte...

Stefan Niederwieser am 19.03.2010 um 18:57 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: 73691258.jpg

Facebook ist ja eine herrlich unnötige Zeitverschwendung mit allerlei Konsens- und Na-Eh-Gruppen, Ripoff-Pages und überhaupt ein seltsamer Jahrmarkt der Eitelkeiten. Medium, Bote, Message, oder? Manchmal bringt Facebook aber auch höchst skurille, zweckfreie, artifizielle Gebilde hervor, die wohl auch als Kunstprojekt durchgehen könnten.

(via @denissowitsch)

Stefan Niederwieser am 19.03.2010 um 11:04 | Kommentare | Permalink

shorty
Bild: Thomas_Dolby.jpg

The one and only Thomas Dolby war das Wunderkind der Synthesizer-Ära, fabrizierte berauschende Alben und gab den wahren nutty Professor des Sounds. Später verschwand der dreifache Vater aus der musikalischen Wahrnehmung der Allgemeinheit und wandte sich der Entwicklung von Sounds, Musikformaten, Keyboards und Software zu, verdiente nicht zuletzt dank der Ringtones mächtig gut. Zumindest beschädigt er so nicht seine ungebrochene Reputation als bahnbrechender Querdenker der frühen Achtziger.

In seinem Blog http://blog.thomasdolby.com/?p=1045 berichtet er aktuell von einem Traum, der nicht nur ihn berühren dürfte. Denn dort werkte er mit den alten Geräten zusammen mit Howard Jones (einem ebensolchen Geist der Tasten von vor drei Jahrzehnten) an frisch alter Musik.

 

"Last night I dreamed I hired Howard Jones for a keyboard session at a big studio (Abbey Rd? Real World?) We were getting ready for him and setting up all my old keyboards—the Fairlight, the PPG. I was worried because they had been in storage for so long. Someone came in and said ‘Howard’s juicers are here–where should be put them?’ (For some reason I knew his ‘juicers’ were not electric blenders, they were people to make his fruit juice.) I hooked up the PPG Wave 2.2 and played a chord. It was a long backwards sample that I could not make out. Then I looked at its little LED screen and all the text was back to front. At first I thought this was because its patches were garbled after all this time. Then I realised it does that when you play a backwards sample—it’s a little German in-joke.

Eventually Howard arrived. He was very friendly and looked great, in fact just like 1983. But we were both wearing identical green corduroy jackets. This was embarassing but being English neither of us felt able to mention it. Then I woke up."

 

Schade.

shorty am 18.03.2010 um 16:53 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: Picture_2_11.jpg

Diese Winkekatze (aka Maneki Neko) bringt weder Glück noch schützt sie vor bösen Geister; sie verspricht keinen Wohlstand, keine Gesundheit, keinen Frieden. Was sie säat: TERROR und ZERSTÖRUNG. Das niedliche Object Trouvé des Künstlers Stas ist auf zehn Stück limitiert, pusht dir dann auch gerne deinen Button und kann hier geordert werden.

Stefan Niederwieser am 17.03.2010 um 19:43 | Kommentare | Permalink

Johanna Stögmüller
Bild: Linz_Oriya.jpg

Sie sind ein Phänomen österreichischer Zeitgeschichte, wurden schon aufgestellt und wieder verrückt, mit Berufung auf den Staatsvertrag eingefordert und viel diskutiert: Ortstafeln. Nachdem Kärnten aber sowieso in den finanziellen Abgrund schlittert und sich bald gar keine Ortstafeln mehr leisten können wird, schauen wir lieber nach Linz, wo im Rahmen von Linz09 ein Zeichen kultureller Vielfalt gesetzt wurde. Das Projekt „kommen und gehen“ war eine Intervention im öffentlichen Raum und machte alle in Linz gelebten Schriften und somit auch die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt sichtbar. Social Impact ergänzte an 18 stark frequentierten Ortseinfahrten rund um Linz die bestehenden Ortstafeln mit 36 zusätzlichen Tafeln. Jede dieser Tafeln zeigte das Wort „Linz“ in einer anderen Sprache bzw. einem anderen Schriftsystem. Kleines Detail am Rande: Die Linzer FPÖ forderte eine Ergänzung der Ortstafeln mit Linz in lateinischer Schrift – und damit zweisprachige Ortstafeln.

Die Stadt Linz lehnt jedoch eine Weiterführung ab und bestand auf dem Abbau der Tafeln mit Ende 2009. Soviel zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres. Ab 14. März versteigert Social Impact wöchentlich drei Ortstafeln via Ebay. Der Erlös wird verschiedenen Projekten der Antirassismusarbeit in Österreich gewidmet.

Versteigerungsende von Bengali, Armenisch und Oriya (Bild) ist am 21. März um 22.00 Uhr. Ab 22. März werden folgende Tafeln versteigert: Griechisch, Sinhala, Laotisch.


Johanna Stögmüller am 16.03.2010 um 09:43 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser

OK Go waren viel zu lange für viel zu viele Leute einfach nur diese Band mit dem lustigen Laufbandvideo (auf Youtube mittlerweile über 50 Millionen Mal gesehen). Nun lauern auf dem aktuellen Album von OK Go nicht nur ein paar Leuchtgranaten, die Band fällt außerdem mit schlauen und mutigen Äußerungen über virale Videos und Streaming-Tantiemen unangenehm auf, schickt das eigenen Label EMI in die Wüste oder dreht ein leckeres Video nach dem nächsten. Diesmal: ein Hommage an den Documenta Hit von Fischli/ Weiss.

 

 

Stefan Niederwieser am 13.03.2010 um 22:40 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser

Man sagt gerne, dass heutzutage nur noch die Qualität einer Idee zählt, weil die Budgets für das ganze Drumherum-um-die-Musik ohnehin auf fast Null geschrumpft seien. Ganz selten stimmt das auch. Viel öfter stimmt allerdings, dass nur mit teurer Ausstattung und kostspieligen Technik-Spielereien ebenso wenig zu holen ist, wie mit schlecht verpackten Genialitäten.

Wie man den richtigen Mittelweg findet, führen derzeit etwa die New Yorker Yeasayer vor: Eigens designte Schrift, psychedlisch-atmosphärische Website, ethno-futuristische Videos. Einsatz der Möglichkeiten dort wo es nötig ist. Da lässt Nikolaus Ostermanns Begeisterung für das neue Album leicht nachvollziehen.

Stefan Niederwieser am 11.03.2010 um 20:14 | Kommentare | Permalink

Johanna Stögmüller
Bild: lugner.jpg

46 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich laut einer vom Standard in Auftrag gegebenen Market-Umfrage eine Alternative zu Heinz Fischer und Barbara Rosenkranz für die anstehende Bundespräsidentenwahl. Bittesehr! Einmal würd's doch noch gehen: Schon bei der Bundespräsidentenwahl 1998 hatte sich Richard "Mighty Mörtel" Lugner ins Rennen um das Büro in der Hofburg gestürzt und 9,9% Prozent der Stimmen bekommen. Das heißt: 413.066 Wahlberechtigte haben damals ihr Kreuzerl für Lugner gemacht. Angesichts des derzeitigen Trauerspiels (die OSZE plant die Entsendung von internationalen Wahlbeobachtern, die vor allem die Arbeit der Wahlbehörden, die Medienberichterstattung, die Kandidatenregistrierung und den Wahlkampf prüfen sollen) stellt sich die Frage, was schlimmer ist: 413.066 Menschen, denen durch Reality-Soaps im Privat-TV scheinbar jeglicher Bezug zur Realität abhanden gekommen ist oder eine Frau, die an trauriger Skurrilität nicht mehr zu übertreffen ist?

Johanna Stögmüller am 09.03.2010 um 16:01 | Kommentare | Permalink

Manfred Gram

Die außerordentliche Website Unhappy Hipster (http://unhappyhipsters.com/) sagt und zeigt einem, dass es unter Designer-Oberflächen und hinter Neo-Biedermeier Fassaden ganz schön brodelt. Wohnst du schon wieder, oder lebst du noch immer?

Manfred Gram am 07.03.2010 um 16:02 | Kommentare | Permalink

Johanna Stögmüller
Bild: freiheitfuerelsner.jpg

Die dicken Tränensäcke wird sich Österreichs Hefenbruder Nummer eins, Ex-Bawag-Generaldirektor Helmut Elsner, vermutlich nicht wegcremen können. Untersuchungshaft in der Josefstadt ist halt kein Wellness-Urlaub auf St. Barts. Hätte er dort in der Karibik nur besser auf die paar Millionen aufgepasst … Helmut Elsner sitzt jetzt seit drei Jahren in Untersuchungshaft. Untreue, schwerer Betrug und Bilanzfälschung wird ihm vorgeworfen – im Juli 2008 wurde er nicht rechtskräftig zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Damalige Partner in crime (z.B. Wolfgang „Ich schwitze, also bin ich“ Flöttl) genießen währenddessen ihre Freiheit. Von Justizskandal ist jetzt die Rede und der alte, kranke Elsner selbst spricht im Format-Interview von Geiselhaft. Ja, die Justiz ist nicht unfehlbar. Und dann war ja auch noch Wirtschaftskrise. Und die hat gezeigt, dass auch noch andere mächtig Dreck am Stecken haben.

„Das ist mein Schnellschuss-Banken-Plakat, irgendwie blöd, aber vielleicht passt es ja wo hinein …“, schrieb uns Julius Deutschbauer. Der Plakat-Künstler und Archivar in erfüllungsbehilflicher Mission (Bibliothek der ungelesenen Bücher) fordert „Freiheit für Elsner“ und setzt sich dazu auf ein idyllisches Bankerl vorm Schweizerhaus – wie passend. Dass er sein Werk selber „irgendwie blöd“ findet gefällt uns ganz gut, weil die Sache mit dem alten, kranken Mann, der noch dazu so große Tränensäcke hat, ja schön langsam zur Farce wird. Ein angeblich „blödes Plakat“ hat eben auch ein wirklich blödes Thema verdient.

Johanna Stögmüller am 02.03.2010 um 12:53 | Kommentare | Permalink

Klaus Buchholz

Die Killerbienen fliegen wieder. Diesmal aber nicht aus den Reihen des Wu-Tang Clans, sondern direkt aus Wien. Von „NazarFakker“ zum „Persischen Obama“ und nun zum aggressiven Insekt mit spitzem Stachel. Der zum Brachialen neigende Straßenästhet Nazar lässt wieder grüßen, diesmal mit seinem, ebenfalls aus Österreich kommenden, Rap-Kollegen Raf Camora. Ihr gemeinsames Album „Artkore“ (Originalität scheint ihre Sache hier nicht zu sein) erscheint am 12. März. Wer will, kann jetzt schon mitsummen.

Klaus Buchholz am 26.02.2010 um 16:29 | Kommentare | Permalink

Lisa Stadler
Bild: Bild-12.jpg

Die Schweizer Nachbarn sind uns in Sachen Internet einfach voraus: Bei blick.ch gibt es den Star des Tages, den man mit der magischen (!) Brille begutachten kann. Ich will hier wirklich nichts vorwegnehmen, das müsst ihr selbst ausprobieren. Ähnliche Projekte sind bei uns in Planung, Vorschläge jederzeit willkommen.

Lisa Stadler am 26.02.2010 um 11:25 | Kommentare | Permalink

Manfred Gram
Bild: Picture_2_10.jpg

Bild: jamjunkie.jpg

Bild: Picture_1_16.jpg

Selbst gemacht – Tocotronic-Floskeln hin oder her – ist manchmal auch abseits von Selbstbefriedigung oder Selbstauslöschung super. Etwa wenn biologische Früchte (Marillen, Äpfel, Pfirsich usw.) zu Marmelade verarbeitet werden. Auf gute Marmelade kann man übrigens süchtig werden. Deswegen hat das Wiener Grafikdesignbüro Liga das Projekt „Jam Junkie Marmeladen“ ins Leben gerufen. Selbst gemachte Marmeladen werden in den dortigen Büroräumen gedealt, der Verkauserlös kommt der Organisation "Grüner Kreis", die suchtkranken Menschen Hilfe anbietet, zugute.

Die Mindestspende pro 282 ml Glas beträgt 6 Euro. Zu bestellen unter jamjunkie[at]gmx.at oder Tel.: 01-942 19 26. Und: Selbstabholung ist angesagt: LIGA, Haizingergasse 1-3/8, 1180 Wien

 

Kleiner Sortenüberblick, die vorhandenen Stückzahlen stehen davor.

60  Marillen: unser Klassiker, aus eigenen Königstettner Bio-Marillen, vollaromatisch!
12  Rosa Weingartenpfirsich: verführerisch und intensiv im Geschmack
9   Holunder/Apfel/Minze: etwas für LiebhaberInnen von Hollerbeeren, mit Apfel und frischer Minze
2   Hagebutten: aufwändigst verarbeitete, handverlesene Rarität
9   Rote Ribisel: was für Leute, die sauer lieben
13  Weißer Weingartenpfirsich: herb und aromatisch im Geschmack
5   Himbeere: purer Fruchtgeschmack, praktisch kein Zucker, für LiebhaberInnen
9   Heidelbeere: detto, es dominiert der säuerliche Fruchtgeschmack
9   Gelbe Tomate: mit Orangensaft versetzt, als süße eigenwillige Delikatesse
2   Zwetschke/Weingartenpfirsich: eine aromatische Sünde
29  Apfelmus: Aus Königstettner Bioäpfeln mit Zimt - ein Hochgenuss zum Rauslöffeln!
4   Tomatensauce: eine pikante Sauce aus vollreifen sommerlichen Bioparadeisern

Manfred Gram am 25.02.2010 um 13:09 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: Picture_4_06.jpg

Deutsche Rapgeschichte muss neu geschrieben werden: bereits 1980 reimte man hier im Staatsfunk, bot avanciertes Storytelling über die gute, alte Rockerzeit; vorgetragen in bestem, bundesdeutschen Entertainer-Flow. Das war damals cool so. Weil: das ZDF wurde erst ab Mitte der Achtziger zum Pensionistensender, der mit oberflächlichen Imitationen und Karikaturen von Dingen, die man selbst nicht verstand, seine senile Zielgruppe unterhielt.

Stefan Niederwieser am 19.02.2010 um 17:18 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser

Sleevefaces verfolgen uns. Nach einem ersten Trendspotting, einer Umkehrung des Trends in Richtung Sleevekollagen und Sleevefaces in Buchform, fasst nun dieser unterhaltsame Clip in wenigen Augenblicken zusammen worum es bei diesem Retro-Hobby eigentlich geht und wie man für sein Sleeveface die meisten Props bekommt.

 

Stefan Niederwieser am 16.02.2010 um 11:00 | Kommentare | Permalink

Johanna Stögmüller
Bild: 02_348.jpg

Wer schon immer einmal irgendwas mit einem überdimensionierten Darmausgang anstellen wollte, hat jetzt endlich die Möglichkeit dazu! Von 4. März bis 2. Mai präsentiert das Wiener MUMOK in Kooperation mit dem Museumsquartier (im Zuge des MUMOK Skulpturen-Projektes Outside_04) drei große, teilweise begeh-, benütz-, und bespielbare Objekte des niederländischen Künstlerkollektivs „Atelier van Lieshout“ auf dem Vorplatz und im Haupthof des Museumsquatiers. Eines davon ist der eben erwähnte Darmausgang, die Skulptur „Bar Rectum“, und genau dafür werden Projektvorschläge zur Bespielung gesucht. KünstlerInnen, Kulturinstitutionen bzw. KunstvermitterInnen sind eingeladen, ihre Vorschläge in einer Kurzbeschreibung (max. eine A4 Seite) zu skizzieren. Der Innenraum der Bar ist ca. 30 m2 groß und bietet max. 15 Personen Platz. Er verfügt über ein Barelement und entsprechende Sitzgelegenheiten und wird entgeltfrei für nicht kommerzielle Nutzung zur Verfügung gestellt. Anmeldeschluss ist der 18. Februar!

Weitere Infos gibt's bei
Tina Lipsky, MUMOK, (tina.lipsky@mumok.at) oder Elisabeth Hajek, quartier21/MQ, (ehajek@mqw.at)

 

Johanna Stögmüller am 15.02.2010 um 10:08 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser

Neues aus dem Priesterseminar St.Pölten. Auch wenn die Hersteller dieses Clips behaupten er sei in der Schweiz gedreht worden, wissen wir, dass er in Wirklichkeit nur die jüngsten Ausschweifungen der katholischen Nachwuchshirten in Niederösterreich stilsicher eingefangen hat. Noch einmal unter seinesgleichen ordentlich abraven, bevor man nach der Priesterweihe wegen des Zölibats nur noch mit Messwein seinen Spass haben kann. Wer könnte unter den Umständen für solche Bubendummheiten nicht Verständnis haben?

Obacht: beinhaltet Bilder wild feiernder Männer, die sich gegenseitig weiße Flüssigkeit ums Maul schmieren.

Stefan Niederwieser am 10.02.2010 um 13:58 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: Picture_4_03.jpg

Ein Facebook-Foto macht derzeit die Runde: "Die Polizei Dein Freund und Helfer!
Nicht jeder verträgt Kaffee am Morgen, also ...." steht da ganz lapidar darunter. Erdem Tunakan (ja, der von Pulsinger und Tunakan) hat es gepostet. Die versammelte Web 2.0-Meute denkt dabei natürlich sofort an eine illegale Amtshandlung. Frechheit. Dass der freundlich Herr in grün sich einen Scherz mit Omas Backpulver erlaubt oder das weiße Zeug vielleicht gerade säuberlich aus der seiner Nase hinaus bläst, daran denkt natürlich niemand.

(via Niko Alm)

Stefan Niederwieser am 09.02.2010 um 13:14 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: 129048831854516560-450x600.jpg

Thanksgiving ist vorüber, Fasching steht vor der Tür. Dank Internet hat man mittlerweile die Bestätigung, dass man sich mit nerdigen Outfits aus dem Haus trauen darf und zumindest von den Freunden in den Social Networks nicht schief angeschaut wird. You and 32 Friends Like Your Carnival Dress. Bei dieser Verbeugung vor "Where The Wild Things Are" gut möglich.

(Danke @dennisowitsch)

Stefan Niederwieser am 28.01.2010 um 20:47 | Kommentare | Permalink

Stefan Niederwieser
Bild: Erwin-Uhrmann-web.jpg

Manchmal hat ein gedrucktes Magazin eindeutig Nachteile gegenüber der digitalen Zweitheimat. Ein Punkt wär da etwa das leidige Platzproblem. Wenn wir nämlich für unsrer geliebten Rubrik persönlicher Charts halbe Romane geliefert bekommen, musste man vor Jahrzehnten noch abwinken. Zum Lesen und Nachschlagen kann man das Ganze heute auf The Gapsite verfrachten. Wie im Fall von Erwin Uhrmann, der sich offenbar einige Mühe gemacht hat.

 

Top 10 Sätze aus Büchern zum Lesen und Nachschlagen

 

„Meistens sind die Menschen, sogar Bösewichte, wesentlich naiver und einfältiger, als wir annehmen..“
Aus: Fjodor Dostojewskij, Die Brüder Karamasow, Fischer, 2007, S. 19

 

„Je eher ich gehe, desto eher bin ich wieder da, und dann haben wir ein Feuer und du hast keine Angst mehr.“
Aus: Cormac McCarthy, Die Straße, Rowohlt, 2008, S. 67

 

„Am Morgen jenes sonderbaren Tages erwachte ich mit dem Gefühl, es müsse Winter sein.“
Aus: Hannelore Valencak, Das Fenster zum Sommer, Residenz Verlag, 2006

 

„Ich hob einen Stein auf, und der Stein in meiner Hand war schwarz und schwer, undurchdiringlich für den Blick, wie ein Klumpen Nacht.“
Aus: Curzio Malaparte, Die Haut, Fischer, 2008, S. 188

 

„Eines Tages wird etwas geschehen, und sie werden Partei ergreifen.“
Aus: Graham Greene, Der stille Amerikaner, Rowohlt, 1963, S. 137

 

„Das Fabelhafte daran ist, dass man keine Schmerzen hat“, sagte er, „daran merkt man, dass es anfängt.“
Aus: Ernest Hemingway, Schnee auf dem Kilimandscharo, Rowohlt, 1961, S. 87

 

„Aber ihr Gesicht wirkte erleichtert und zufrieden: Die Miene eines Menschen, der gerade etwas vollendet hat, ein schreckliches Meisterwerk; es war ein Gesicht wie zugeklappte Lehrbücher, wie verriegelte Türen, wie gelöschte Lichter, oder aber, wie nach einer Verbeugung, mitten im schwirrenden Applaus, wenn die schweren roten Vorhänge sich schlossen.“
Aus: Marisha Pessl, Die Alltägliche Physik Des Unglücks

 

„Gatsby glaubte an das grüne Licht, an die rauschende Zukunft, die Jahr um Jahr vor uns zurückweicht.“
Der große Gatsby, Diogenes, 1974, S. 189

 

„Denn die Literatenkaffehäuser haben eine tödliche Wirkung auf den Schriftsteller, das ist die Wahrheit.“
Aus: Thomas Bernhard, Wittgensteins Neffe, Suhrkamp, 1982, S. 141

 

„Humans, as it turns out, cannot hibernate.“
Aus: Bill Streever, Cold; Little, Brown & Company, 2009, S. 78

Stefan Niederwieser am 20.01.2010 um 14:28 | Kommentare | Permalink

Rücklings ..