
Sie sind ein Phänomen österreichischer Zeitgeschichte, wurden schon aufgestellt und wieder verrückt, mit Berufung auf den Staatsvertrag eingefordert und viel diskutiert: Ortstafeln. Nachdem Kärnten aber sowieso in den finanziellen Abgrund schlittert und sich bald gar keine Ortstafeln mehr leisten können wird, schauen wir lieber nach Linz, wo im Rahmen von Linz09 ein Zeichen kultureller Vielfalt gesetzt wurde. Das Projekt „kommen und gehen“ war eine Intervention im öffentlichen Raum und machte alle in Linz gelebten Schriften und somit auch die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt sichtbar. Social Impact ergänzte an 18 stark frequentierten Ortseinfahrten rund um Linz die bestehenden Ortstafeln mit 36 zusätzlichen Tafeln. Jede dieser Tafeln zeigte das Wort „Linz“ in einer anderen Sprache bzw. einem anderen Schriftsystem. Kleines Detail am Rande: Die Linzer FPÖ forderte eine Ergänzung der Ortstafeln mit Linz in lateinischer Schrift – und damit zweisprachige Ortstafeln.
Die Stadt Linz lehnt jedoch eine Weiterführung ab und bestand auf dem Abbau der Tafeln mit Ende 2009. Soviel zur Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtjahres. Ab 14. März versteigert Social Impact wöchentlich drei Ortstafeln via Ebay. Der Erlös wird verschiedenen Projekten der Antirassismusarbeit in Österreich gewidmet.
Versteigerungsende von Bengali, Armenisch und Oriya (Bild) ist am 21. März um 22.00 Uhr. Ab 22. März werden folgende Tafeln versteigert: Griechisch, Sinhala, Laotisch.













