Tapetenwechsel?
12.09.2012
» kunst

Wenn Kunst gecastet wird

von Andreea Dosa, Stefan Niederwieser  


Über ein gewagtes Projekt, in einer technisch-konservativen Kunstwelt, über Künstler und wie sich Podcasts so im Netz positionieren haben wir mit Wolfgang Haas von Cast Your Art gesprochen.

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Dieser Artikel ist mir was wert:

Wie und wann ist die Idee zu Cast Your Art entstanden?  Die Kunstszene ist sonst neuen Technologien gegenüber ja eher verschlossen ...

Die Idee für Cast Your Art entstand 2007. Wir haben uns nach Möglichkeiten umgeschaut zu publizieren, wollten aber zugleich etwas außerhalb des Print-Bereichs machen. Das Interesse für Kunst und das kunstnahe Umfeld hat uns ebenso verbunden, wie die Lust in einem neuen Bereich der Kommunikation etwas zu probieren.

Warum habt ihr euch ursprünglich für Podcasts entschieden?

Podcasting ist damals in Europa gerade entstanden und war in den angloamerikanischen Ländern schon voll im Kommen. Podcasting war aber für uns schon damals auch nur ein Vertriebsweg für unsere audiovisuellen Kunstinhalte. Die Idee war es schon damals, das Netz zu nutzen um inhaltlich intelligent aufbereitete, audiovisuelle Kunstinhalte möglichst gezielt zu streuen. D.h. dass sie von Menschen gesehen werden, die sich dafür auch wirklich interessieren.

Wie finanziert ihr euch? Habt ihr einen Fixpreis, um den ihr für Galeristen oder Museen Videos anfertigt, wie viel macht ihr aus Überzeugung, auch mal als Vorleistung oder verkauft ihr nur die einzelnen Channels an z.B. Uniqa, Bank Austria und Vienna Fair?

Außer ganz am Beginn unserer Arbeit sind die Produktionen der Beiträge bezahlt. Da die Produktion filmischer Beiträge sehr unterschiedlichen Aufwand bedeuten kann und auch die Bedürfnisse unterschiedlich sind, lassen sich keine Fixpreise formulieren. Es war und ist uns ein Anliegen Filmbeiträge zu machen, die sich durch Inhaltlichkeit und Nähe zu den Künstlerinnen und Künstlern auszeichnen. Die Beiträge sind deshalb immer individuell ausgerichtet und mit sehr viel Überzeugung produziert. Aus redaktioneller Freiheit entsteht eine Qualität, die auch unsere Kunden sehr schätzen, denn sie erkennen, ihre Zielgruppen sind wählerisch und sie holen sich freiwillig nur solche Inhalte, die sie auch inhaltlich überzeugen.

Wie viel regelmäßige Podcastnutzer habt ihr derzeit und wo liegt euer Ziel bis Ende 2013? Und versucht ihr euren Youtube-Kanal verstärkt bespielen? 120.000 Views klingt ja ganz anständig ...

Wir gehen davon aus, dass sich Menschen im Internet audiovisuelle Beiträge von einer bestimmten Länge nur dann ansehen, wenn es sie auch wirklich interessiert. Man kann ja sehr leicht weiterklicken. Kunstinteressierte Menschen, die sich unsere Beiträge ansehen möchten, finden über unterschiedliche Kanäle Zugang zu unseren Inhalten. Unseren Podcast, YouTube, unsere Facebook Seite, Sendefenster auf Fernsehkanälen, Verlinkungen in Künstlerwebseiten, Wikipedia usw. Zusätzlich zu den 120.000 YouTube Views und zusätzlich zu den im Fernsehen erreichten Sehern verzeichnen wir seit dem Jahr 2008 rund 1,4 Millionen vollständig angesehene Beiträge über unsere Infrastruktur und Netzverlinkungen.

 

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