Tapetenwechsel?
26.11.2008
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Game-Blog #5: MTV Game Awards

von Martin Mühl  


Am 20. November 2008 wurden in Berlin die ersten MTV Game Awards vergeben. Eine zum Großteil peinliche und kindische Veranstaltung für die pubertierende Klischee-Zielgruppe.

Bild: thegame_blog_gross.jpg



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Wir in Österreich haben ja den Austrian Gamers Choice Award. Eine bemühte Veranstaltung des Consol.Media-Verlags und seit heuer des ÖVUS. Glamour kommt hier nicht wirklich auf, die Moderatoren kennen sich mit der Materie nicht aus und umschiffen angestrengt die Fettnäpfchen, die Laudatoren sind die Schreiber des Verlags und als Pausenclowns gibt es die Millenium Dancers, eine Truppe eher weniger begabter Cheerleader.

Bisher dachten wir das läge vielleicht am Land oder an den Machern. Die ersten von MTV veranstalteten MTV Game Awards 2008 wurden am 20. November 2008 in Berlin vergeben und die Show belehrte uns eines Besseren: Liegt es etwa doch am Thema Games?

Die Veranstaltung fand in kleinem Rahmen in einer deutlich überschaubaren Halle statt: Mehrmals sahen sich die Sprecher dazu gezwungen auf Zwischenrufe aus dem Publikum zu reagieren. Die Moderatoren - ein Yoko und eine Hadnet - suhlten sich in pubertären Unlustigkeiten, Showact Sido scheiterte am Versuch zu singen und unterbot Britneys 2007er-Performance und die Laudatoren wie etwa K.I.Z. stolperten über ihre vorbereiteten Wuchteln. Die Donots und Elton waren berechenbare, aber souveräne Ausnahmen.

Die Kategorien, Nominierten und Preisträger gehen in Ordnung. Schade, dass selbst Hideo Kojima, der Schöpfer der "Metal Gear Solid"-Reihe mit diesen Awards das Niveau senkte und erzählte er werde seinen Kindern zwar nicht erzählen, dass er den Award "Bad Motherfucker" für den Endgegner in "Metal Gear Solid 4" gewonnen habe, sondern in Deutschland einen Preis für deren Mutter bekam??

Ich müsste mutmaßen woran es scheiterte oder welche Zielgruppe hier bedient werden sollte - wenn sich MTV das unter einer Show für Gamer vorstellt, dann haben wir zumindest unterschiedliche Vorstellungen. Und ja, ich bin gespannt auf die nächsten Austrian Gamers Choice Awards - schlimmer kann es nicht werden.

 

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