Tapetenwechsel?
cool warming - hippe grippe
freigeist
Bild: grippe.jpg

Mitte Oktober, 3.5 Grad Celsius in Wien – ja, die Globale Erderwärmung ist einfach nicht aufzuhalten. Weil Global Warming kann auch bedeuten dass es kalt ist! Oder halt warm. Oder ganz angenehm. Oder regnen oder schneien. Das ist aber ganz logisch, so wie die g'sunde Watsch'n (Schellis sanis) ein Zeichen von liebevoller Fürsorge ist ... was ja auch nur rein oberflächlich paradox erscheint. Ist aber auch egal, die Grippewelle kommt auch bei globalerwärmten kalten Wintern daher, und deswegen wird jetzt erstmal so richtig reingeimpft. Mach doch also einfach mit – wer die Menschenrechte hochhält, muss auch die Menschenlinke hinhalten.

Aber was ist damit, dass H1N1 genauso unarg wie eine normale Grippe ist? Dreimal drauf gerotzt. Österreich ist schließlich ein Luxusland, und deswegen kaufen wir einfach mal auf Halde ein, weil was man hat, das hat man. So wie zB. die acht Millionen Rauch-Kallat-Faschingsmasken von der letzten Grippe-Pandemie, die drei Jahre in einem Lager dahingegammelt sind. Aber jetzt sind sie ja wahrscheinlich schon schön trageweich, und deswegen werden sie auch schon bald in die Arme der sehnsüchtig wartenden Österreicher und -innen laufen können.

Ziemliches Glück gehabt allerdings, dass der Baxter-Impfstoff schon von der EU freigegeben worden ist. Und der kleine Celvapan ist ja auch ein richtiger Musterschüler, weil andere Medikamente brauchen dafür mehrere Jahre an Tests, Ansagen und Referaten vor der ganzen Klasse (oder müssen nach zweimaligem durchfallen überhaupt in die Blödelschule). Aber wenn der gefährlich unangenehme Rinnepopel mit Bellohusten droht, dann mahlen die Mühlen der EU halt schneller als wenn es sagen wir mal um einen jahrhundertelang bewährten natürlichen Süßstoff ginge, der seit 12 Jahren nicht freigegeben wird, auf dass man ihn sich in seinen gepflegten Morgenkakao rühren möge. Wahrscheinlich sollte man also einfach einen Impfstoff draus machen.

 

freigeist am 16.10.2009 um 11:16 | Permalink


kommentare
Weiter Kommentar abgeben mit deinem thegap.at-Account
epij

Guter Text! WikiPedia sagt "1984 erbrachte eine von Monsanto (Erzeuger des synthetischen Süßstoffes Aspartam) in Auftrag gegebene wissenschaftliche Untersuchung erhebliche Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Stevia.[11] " Ich musste gerade schmunzeln. George wäre stolz auf den Verfasser dieser Zeile.


epij am 16.10.09 um 13:46 | Antworten



mögen auf facebook