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Die Kriegerin: Tank Girl auf rechts
von Anonym
Trostlos. Die Plattenbauten, die Typen, die Jobs. Die Familien nicht minder. Irgendwie ist sogar die Landschaft trostlos, da im Osten Deutschlands (obwohl, die kann man noch mögen). Die Freizeit jedenfalls ist noch trostloser als trostlos. Mitten drin: die „Kriegerin“.
Andererseits: Am Beispiel eines 15-jährigen Mädels zeigt der Regisseur wie schnell man in der Szene ist. Ein Ansatz von Freund, ein paar Oi!-CDs, Sprüche und die rechte Hand droben, aus einem schüchternen Mädchen wird eine vermeintliche Rebellin, die die vermeintliche bürgerliche Scheiße der Familie hinter sich lässt und jeden provoziert. Die nächste Kriegerin.
Die erste jedenfalls wird es nicht lange geben: zu schnell der Lebenswandel, zu groß der Widerspruch, der sich eingeschlichen hat. Und ihr Freund ist der obergewalttätige Macker, der zuerst zuschlägt und dann noch immer nicht fragt. Er hat sich eine Pistole besorgt und fuchtelt damit am Dönerstand herum. (Der Film zeigt übrigens, dass es in die andere Richtung auch lebensgefährlich ist: der Kamerad wird an einer Würstelbude, wo Ausländer und Linke rumhängen, niedergeschlagen.) Der Wilde Osten: eine gigantische Landschaft der Trostlosigkeit.
Der Autor ist selbst Aussteiger aus der Neonazi-Szene.
In Deutschland läuft „Die Kriegerin“ bereits im Kino. In Österreich ist der Film ab 24. Februar zu sehen.


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