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Das Austrofred Tagebuch - 16.12.2008
Letzte Woche bin ich wieder einmal mit dem Zug gefahren, und zwar von Villach nach München, und da hat der Zug fast zwei Stunden Verspätung gehabt, was natürlich bei der ÖBB eh zum Standard gehört. In diesem Spezialfall haben sie aber nichts dafür gekonnt hat, weil den recht außergewöhnlichen und bedrückenden Grund für die Verspätung habe ich erst ein paar Tage später in der Kleinen Zeitung, einem sehr gut gemachten und saugfähigen Regionalblatt gelesen: Es haben sich nämlich in der Nähe von Villach zwei Pferde vor den Zug gestürzt gehabt, in selbstmörderischer Absicht.
Nach Mozart, Bilgeri und Kleider Bauer endlich wieder mal ein echter Star aus dem Mutterland: Austrofred. Das Starsein vom Alpenkönig und Menschenfreund ist ab sofort hautnah von der Quelle weg bei uns mitzuverfolgen ... noch mehr ins Fleisch geht's dann nur noch unter www.austrofred.at
Foto © Ingo Pertramer
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Anlässlich dessen sollten wir uns fragen: Wie gehen wir Menschen mit unseren vierbeinigen Freunden um, wenn sie offensichtlich auf so erschütterliche Art und Weise ihren Lebenswillen verlieren und keinen Ausweg mehr sehen? Ja, der Mensch sperrt Tiere ein, bringt sie um, isst sie und zeigt im Zoo mit dem Finger auf sie und lacht sie aus. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, weil der Mensch ist halt ein Fleischesser, das ist so, er ist so gemacht, und von dem her ist das nicht seine Schuld, sondern die von dem, der ihn so gemacht hat, und auch wenn wir uns im Advent auf die positiven Aspekte der Geburt des Jesukindleins konzentrieren möchten - diesen Vorwurf kann ich ihm nicht ersparen. Detto dem geschätzen (falls existierenden) Herrn Vater.
Was aber schon in der menschlichen Verantwortung liegt, das ist, dass er ehrlich mit seiner Neigung umgeht. Ich meine, ich esse auch öfter einmal einen Pferdeleberkäse, aber das gebe ich auch ganz offen zu, und von dem kann ich mit Pferden ein ehrliches Verhältnis pflegen, weil da muss ich gar nicht erst den Sigmund Freud zitieren beziehungsweise aus dem Internet herüberkopieren, damit ich weiß, dass die Kärntner Selbstmordpferde in erster Linie ein Vertrauensdefizit gehabt haben, und längst eine Psychotherapie gebraucht hätten. Aber leg einmal so ein Pracker Pferd auf eine Couch.


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