Ein jeder, der mich kennt, kann sich denken, dass ich mir in den letzten Tagen viele Gedanken über den viel zu frühen Tod vom Michael Jackson gemacht habe.
Weil sicher: das menschliche Leben hat ein Ablaufdatum, das wissen wir, aber muss dieses Datum für einen Popkünstler wirklich so viel früher sein? Der Elvis, der Hendrix, der Jim Morrison, die Janis Joplin, der Freddie Mercury, der Kurt Cobain und jetzt der Michael Jackson - diese Aufzählung macht einen schon ein wenig sinnierert, wenn man selber in einem ähnlichen Genre und auf einem ähnlichen Plateau arbeitet.
Besonders leid tut es mir, dass der Michael Jackson nicht mehr die Chance gehabt hat, dass er mit seinen Comeback-Konzertln in London wieder einmal ordentlich aufzeigt und seine Spötter, die ihn schon abgeschrieben haben, in die Schranken verweist. Was, fünfzig Konzertln, das steht ja der nie und nimmer durch!, haben sie gesagt, was mich extrem geärgert hat, weil ich mag es nicht, wenn solche Affen, die einem Michael Jackson niemals das Wasser geschweige denn irgendein alkoholisches Getränk reichen könnten, via Internet-Postings ihre Ferndiagnosen stellen. Leider haben sie recht gehabt.
Was mir übrigens jetzt beim Michael Jackson wieder einmal besonders aufgefallen ist, das ist die Nähe vom Rockmusiker zum Priesterberuf, und zwar nicht nur wegen gewissen mehrfach kolportierten Neigungen, die der Michael und viele Gottesmänner angeblich teilen respektive geteilt haben, worüber ich aber keine genauen Unterlagen vorliegen habe, weswegen ICH mir in dem Fall keine Ferndiagnose zutraue und von dem her möchte ich nichts gesagt haben, sondern auch von der Inszenierung respektive von der quasi Qualität der Pop-Mystifizierung her.
Ich bin ja mittlerweile fast dazu geneigt, dass ich junge Menschen, die sich für unseren Beruf entscheiden, den Rat gebe, sie sollen sich nicht in eine Musikschule einschreiben lassen oder beim Starmania, sondern in einem Priesterseminar, weil da lernen sie alles, was sie brauchen. Für weiterführende Informationen: www.priester-werden.at
Ein gutes Beispiel für diese meine Theorie ist der beliebte Ex-Medienliebling und Mörder Helmut Frodl, der jetzt dank fleißigem Theologiestudium den Sprung vom Häfenbruder retour zum Medienliebling geschafft hat, was der schönste Beweis dafür ist, dass sich etwas Böses mit viel Zureden und gutem Willen doch noch zu etwas Gutem wandeln kann. Siehe diesbezüglich auch das AKW Zwentendorf, auf das sie jetzt Sonnenkollektoren montiert haben.
Und noch ein Beispiel fällt mir ein, wie sich unsere menschliche österreichische Gesellschaft momentan zum Besseren wendet. Es hat nämlich die teilweise dafür zuständige Ministerin (Honsek? o.ä.) den Vorschlag gemacht, dass man überflüssige Postler in die Polizeistuben abkommandieren könnte für verschiedene Büroverrichtungen, was natürlich eine super Idee ist, weil gerade beim Schreibmaschinschreiben tut sich unsere ansonsten erstklassig ausgebildete Exekutive ja bekanntlich nicht so leicht, da könnten sie sogar von einem Postler noch was lernen.
Außerdem finde ich es ein positives Signal für die Zukunft, wenn unsere Beamtenschaft zur längst notwendigen Selbsterkenntnis kommt: Ja, wir sind teilweise überflüssig!
Schade, dass der Michael Jackson das nicht mehr erleben kann.

